Ein Tag in Mauthausen
07.12.2023

Am 7. Dezember 2023 fuhren wir, die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen, mit dem Bus nach Mauthausen zu einer Führung im Konzentrationslager. Nach der Ankunft aßen wir in einem kleinen Restaurant zu Mittag. Nach dem Essen warteten wir in einen Vorraum auf unsere Guides. Die erste Station war der „Swimmingpool“ der SS-Soldaten auf dem Gelände, welcher nie verwendet wurde, da er im Winter vor der Befreiung gebaut wurde. Nach dem Pool durften wir den Fußballplatz der SS-Soldaten betrachten. 

Damals hatten die SS-Soldaten eine eigene Mannschaft und wurden beim Spielen bejubelt, während die Juden hinter einer Mauer saßen und jeden Tag ums Überleben kämpften. 

Außerdem sahen wir Denkmäler als Andenken an die tausenden toten Soldaten vieler verschiedener Länder. Eines der Denkmäler war ein "zerstörter" Spielplatz mit zerbrochener Schaukel und kaputter Rutsche, der an die Kinder, die im Konzentrationslager gestorben sind, erinnern soll. 

Als nächstes sahen wir die Mauer an die die Häftlinge bei ihrer Ankunft gestellt wurden. Sie mussten sich dann dort bei egal welchem Wetter, auch bei bitterster Kälte, nackt ausziehen und dann in den Keller eines Hauses gehen in denen sie dann abgeduscht wurden. Sie verloren alles was sie hatten und bekamen eine Häftlingsnummer. Für die SS waren sie dann nur mehr unter dieser Nummer bekannt und hatten nicht einmal mehr einen Namen. 

Sie zeigten uns auch die Arbeitsplätze der SS-Soldaten und den Steinbruch mit der "Todesstiege" in dem die Häftlinge zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter härteste körperliche Arbeit verrichten mussten. 

Die Baracken wurden vorwiegend als Unterkunft für die Juden genutzt. Als nächstes stand die Klagemauer am Programm. Früher wurden die neuen Häftlinge dorthin gebracht, gefesselt und befragt. Wenn die Häftlinge (z.B. Juden) Fehler gemacht haben, wurden sie tagelang an die Klagemauer gefesselt und geschlagen. Nach der Klagemauer besichtigten wir dann die Gaskammern, in denen das Reden aus Respekt strengstens verboten war. Nachdem die Menschen ihr Leben durch das Giftgas verloren hatten oder wegen des Hungers oder der harten Arbeit gestorben waren, wurden sie entweder in den Öfen verbrannt oder für medizinische Experimente in den Operationssaal gebracht. 

Nach der Führung ging es wieder zurück in den Vorraum und die Klassen wurden verabschiedet. Aufgrund von Stau auf der Autobahn kamen wir erst um ca. 20:15 Uhr wieder in der Schule an und wurden entlassen. 


Jan Ehmann, Larissa Pucher und Selina Thaci


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